Griechenland – Rhodos – Old silk factory – Alte Seidenfabrik – Freibad – Sanatorium

Kattavia / Rhodos – Griechenland –

Heute geht es um Lost Places auf Rhodos ! Ich wurde gleich mehrmals fündig.

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Alte Seidenfabrik :

Sie war damals ein Teil der Siedlungspolitik der Italienischen Besatzer. Hier in dieser Gegend sollte Landwirtschaft und Industriealisierung betrieben werden. Heute kann man an dem Gebäude nur noch die  verfallenen Räume sehen.

Als die Deutsche Wehrmacht Rhodos besetzte, wurde diese Anlage als Gefängnis und Konzentrationslager genutzt.

Am 24.April 1945 gelang 5 Gefangenen die Flucht. 4 Häftlinge wurden aufgegriffen und sofort erschossen. Über 1 Häftling ist nichts weiteres bekannt.

Als Vergeltung für den Fluchtversuch wurden nochmals 11 Häftlinge erschossen. Kurz danach wurden die Gefangenen von Britischen Truppen befreit. Die drei Verantwortlichen der Greultaten wurden 1947 zu 15, 10 und 12 Jahren Gefängnis verurteilt.

Wer heute mit dem Hintergrundwissen vor diesen Mauern steht  sieht nicht nur eine alte Fabrik sondern auch eine Gebäude des Grauens !

Mussolini Haus: s. Link sep. Beitrag – extra Beitrag

https://mannisfotobude.wordpress.com/2018/07/13/urlaub-rhodos-2018-lost-place-nr-3-ehemaliges-mussolini-haus/

Altes Sanatorium:

Der Ort wurde 1935 während der Italienschen Besatzungszeit erbaut unter dem Namen „Campochiaro“. Es galt damals als Musterdorf unter den Italienischen Besatzer.

Das Dorf liegt unterhalb des Berges „Profitis Illias„. Es stand Italienischen Forstarbeiter zur Verfügung die mit der Aufforstung des Waldes beschäftigt waren. Im Jahre 1939 verließen die italienischen Siedler den Ort da britisches Militär das Dorf unter Beschuß genommen hatte. In der Dorfmitte ist ein rechteckiger Platz mit einer Kirche, einer Schule, das Haus der faschistischen Partei und einem Arkadenbau für Geschäfte, Ärzte und sogar einem Kino. Gegenüber der Kirche befindet sich ein Bau der ab 1943  von der Deutschen Wehrmacht benutzt wurde und nach Ende der Besatzung als Verwaltunggebäude für das Sanatorium diente.

Von 1947 bis 1970 wurde ein Sanatorium ( Arkadengebäude ) über Tuberkulosekranke eingerichtet. Das Sanatorium konnte 80 erkrankte Personen aufnehmen die von 54 Angestellten versorgt wurden. Der Hauptgrund hier ein Sanatorium einzurichten war nicht das Klima sondern die Abgeschiedenheit des Ortes. Damit wurde die Quarantäne aufrechterhalten.

Im Jahre 1970 wurde das Sanatorium stillgelegt . Heute sind einige Hauser unterhalb des Platzes wieder bewohnt. Die Gebäude um den Platz verfallen. Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 250 Bewohner.

Altes Freibad

Wenn man von Faliraki Richtung Kolymbia fährt kommt auf der linken Seite eine Abzweigung zum Afantou Beach. Direkt danach befindet sich ein verlassenes Freibad.

Das sehr weitläufige Gelände ist mit einem Zaun und jede Menge Gestrüpp umgeben ! Geplant war diese Anlage für ein Golf und Sporthotel was aber nie eröffnet wurde. Die Gebäude stehen im Rohbau . Ich bin über ein relativ neues Tor an der Zufahrt zur Anlage geklettert und kam somit in den Poolbereich.

Irgendwie gab es Anzeichen dass schon mehr  Leute hier waren und auch das Gelände als Übernachtungsstätte gedient haben muss. Als ich dann noch Skelette von  Tieren ( vermutlich 2 Hunde )  gefunden habe,kam der Entschluß doch hier wieder zu verschwinden. Es war nur eklig !! Ein Tier halb skelettiert das andere komplett .

Zum vergrößern Fotos bitte Galerie anklicken !

Alte Seidenfabrik
Panoramafoto anklicken !
Altes Sanatorium
Altes verlassenes Freibad

44 Kommentare zu „Griechenland – Rhodos – Old silk factory – Alte Seidenfabrik – Freibad – Sanatorium

  1. Und weiter gehts… 😉 Sehr coole Fotos, im wahrsten Sinne! Ich mag die Bearbeitung mit diesem leichten Blauton am Anfang! Das Panoramo-Bild ist klasse. Und dieser Lost Place ist mal wieder richtig verratzt 😉 Aber das macht ja den Reiz aus…!

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  2. Ja, die Sonneneinstrahlung auf einem Handy-Display! Da kann ich auch ein Lied von singen, lieber Thomas. Es ist immer ein Eiertanz zwischen nicht sehen, was man gerade fotografiert, und die eigene Hand fotografieren, die ein wenig Schatten auf das Display werfen soll. Letzteres ist mir bei meiner Radtour neulich mehrfach passiert, und ich konnte die Mehrzahl der Fotos [von einer Bruecke aus in die Tiefe] nur wegschmeissen. Schade drum. Fuer meine „kleine“ Nikon [Coolpix S9500] habe ich einen ausklappbaren Aufsatz fuer den Monitor. Der ist prima, denn mann kann so gut wie immer genau sehen, was man fotografiert. Fuer Handys habe ich so etwas aber noch nicht gefunden.
    Deine Fotos sind aber [bis auf den abgeschnittenen Turm] prima gelungen.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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  3. Hey, deine Bilder verändern sich, da engwickelt sich etwas, was ich vorher so noch nicht entdeckt habe. Spannend. Du hast die Bilder gut bearbeitet, das passt zu der Stimmung und der Geschichte im Hintergrund, die du berichtest. Kühl, alt, vergangen und irgendwie … auch unheimlich. Tolle Serie!!!

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      1. Ja, unbedingt weiter probieren!!! Das lohnt sich!! 🙂
        Und ja, ich bin gerade ferienbedingt immer wieder out of ‚regelmäßig Netzzeit nutzen‘, ich komme gerade nicht ganz hinterher, aber ich werde es mir auf jeden Fall anschauen!!

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      2. alles alles gut und keine Hektik aber es wäre schade wenn die dir verloren gingen. Die sind ebenfalls voll genial und ich geb es zu, ein wenig stolz bin ich schon drauf !!!! Keinen Stress !!!!

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      1. Das macht nichts, da würde ich oben sogar noch mehr abschneiden. Das Bild ist sehr stimmungsvoll und lebt vom Gegensatz dieses düsteren, einsamen Lost Place und dem schicken Auto davor.

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    1. Dankeschön und es war beeindruckend durch diese Ruine zu laufen aber auch mega heiß dort ! Kein Schatten ! Man musste auch sehr aufpassen dass von oben nichts herunterfällt. Mich würde interessieren wie lange man diese ehemalige Fabrik überhaupt noch begehen kann ! LG Manni

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  4. Ich finde das Panoramafoto trotzdem großartig und das Filter was du für deine Fotos verwendet hast passt richtig gut. Verleiht ihnen eine schöne gruselige Atmosphäre.

    Muss furchtbar gewesen sein dort als Gefangener…
    Im letzten Bild sieht man, das man dort höllisch aufpassen sollte. Ich nehme an, du hattest einen sicheren Platz beim Abdrücken. Es wirkt, als ob du direkt unter dieser Gefahrenzone gestanden wärst.

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  5. Ich kann mich Frau Zuckerbrötchen zur anschließen und finde das Pano-Bild großartig, vor allem wegen dieser Atmosphäre. Das mag auch am Filter liegen, aber nicht nur, es ist auch DEIN Standort, der dafür sorgt, dass das Gebäude so herrisch, machtergreifend aussieht. Die Lost Places liegen dir, Manni, ganz wunderbare Eindrücke, die du da mitgebracht hast. Griechenland ist eben nicht nur für Sonne und Strand gut!
    Liebe Grüße

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