Deutschland – Stuttgart – Teil 4 – Haupt-Bahnhof Stuttgart – Stuttgart 21

Stuttgart / Baden Württemberg

Über das Bahnprojekt Stuttgart 21 habe ich schon ein paar Beiträge gezeigt, nun aber diese Baustelle hautnah am Bahnhof erlebt. Hier die Links dazu der vorhergehenden Beiträge.

https://mannisfotobude.wordpress.com/2021/06/08/filstalbruecke-stuttgart-21/

https://mannisfotobude.wordpress.com/2018/04/30/stuttgart-21-bauabschnitt-viadukt/

Aus einem alten Kopfbahnhof wird ein unterirdischer moderner Durchgangsbahnhof. Nicht zählbare Umbauten waren nötig , dass der jetzige Bahnbetrieb überhaupt weitergehen kann. Einen Bahnhof wie Stuttgart kann man nicht für 15 Jahre Umbau stilllegen !

Eine Mammutbaustelle und somit eines der größten Bauprojekte Deutschland`s .

Im Jahr 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt. Plan ist ein moderner Bahnhof und eine Hochgeschwindigkeitsstrecke in Richtung München für den Personenverkehr zu realisieren. Der Güterverkehr soll auf der alten Strecke weiterhin rollen.

Die jetztige Fahrzeit Stuttgart – München 2 Std 14 Minuten. Die neue Fahrzeit 1 Std. 20 Minuten. Zeitersparnis rund 1 Std.

Im Weg der Planung stand immer die Schwäbische Alb und somit mussten dort Tunnels und Brücken gebaut werden.

Baubeginn war Februar 2010. Geplante Fertigstellung Dezember 2025. Alle Proteste der vergangenen Jahre blieben erfolglos was die Natur und vor allem die Kosten betrifft.

Geplant waren 2,5 Milliarden Euro. Stand heute sind es 9.15 Milliarden Euro. Bis zur Einweihung werden wir vermutlich die 10.Milliarden erreichen und somit sind die Kosten 5 x so hoch wie veranschlagt. Wer kennt das nicht von anderen Projekten dieser Größenordnung ( Berliner Flughafen z.B. ).

Viele Bürger waren sich einig, dass der Bahnhof saniert werden musste, aber in dieser gigantischen Größenordnung ?

Für den Bau von Stuttgart 21 wurden rund 8 Millionen m³ Aushub und Abraum bis jetzt abtransportiert; rund 1,5 Millionen m³ Beton wurden angeliefert und verbaut . Rund um den Bahnhof (angrenzender Schlossgarten ) wurden 238 Bäume abgeholzt oder versetzt.

Hier der Link zu den Protestaktionen die bis heute stattfinden.

https://mannisfotobude.wordpress.com/2022/07/30/deutschland-stuttgart-teil-3-schlossgarten/

Kompletter Beitrag „weiterlesen“ oder Titelüberschrift anklicken.

Vergrößern Fotos anklicken !

Am Hauptbahnhof Juli 2022
Kuppelsäulen über die später Tageslicht einfließen soll
Panoramafoto zum anklicken !
Panoramafoto zum anklicken !
seit Jahren in der Stgt. Innenstadt Verkehrschaos ( Gebhard-Müller-Platz )
Eisenstäbe
bis Wendlingen
Ab Wendlingen bis Ulm
Modell Bahnhof Stuttgart
spielerisch dargestellt
Bahnhof Stuttgart

27 Kommentare zu „Deutschland – Stuttgart – Teil 4 – Haupt-Bahnhof Stuttgart – Stuttgart 21

      1. Solche Großprojekte faszinieren, auch wenn man im gleichen Gedankengang überlegt ob es so übertrieben sein muss.
        Aber die meisten Menschen haben halt diesen, immer größer, weiter, besser, Anspruch.

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    1. ich bin nur auf die Fertigstellung gespannt. Möchte nicht wissen was da entlang der Strecke und am Bahnhof Menschenmassen sich einfinden wenn der erste ICE auf Strecke geht. Die Landstrecke verläuft genau neben der Autobahn A 8 und die müssen sie vermutlich sperren wegen Schaulustiger.
      VG Manni

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  1. Hallo Manni,

    danke für den ausführlichen Bericht. Ja, Stuttgart 21 ein Dauerbrenner und ein Milliardengrab. Im Vorfeld hat man ja gelesen, dass der neue Bahnhof mit 8 Gleisen nicht ausreicht um den notwendigen Verkehr abzuwicklen. Man hat darüber nachgedacht die S-Bahn rauszunehmen und im „alten“ Bahnhof abzuwickeln. Das kostet aber wieder Gelände das wiederum zur Finanzierung des Projekts für Wohnungsbau genutzt werden sollte. Warten wir es ab.

    Ein Milliardengrab wie viele andere Objekte wie z. B, BER oder die Karlsruher U-Bahn. Laut Plan sollte die Untertunnelung der Kaiserstraße 500 Mio. Euro kosten. Nach ca. 10 Jahren Bauzeit waren es dann 1,5 Mrd. Euro. Eigentlich ist es ein Skandal, dass öffentliche Bauprojekte kostenmäßig so aus dem Plan schießen. Einen Verantwortlichen für die Kostenüberschreitungen gibt es nicht ebenso gibt es keine Haftung für den Schaden. Ohne Haftung ist es den Projektbeteiligten egal wie hoch die Kosten sind. Zahlen tut ja der Depp Steuerzahler. Ob er will oder nicht.

    Hab einen schönen Abend.

    Liebe Grüße
    Harald

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    1. Zunächst mal ein Danke für das Lob für meinen Beitrag. Ich habe mir überlegt ob dies überhaupt jemand interessiert der nicht aus dem Raum Stuttgart kommt. Habe mich dann aber trotzdem entschieden es zu tun und zwar für mich persönlich. Ich sehe den Blog auch als digitales Fotoalbum für mich selbst und aus diesem Grund mache ich auch solche Beiträge.
      Ich glaube es gibt in Deutschland kein Projekt das nach den Kostenvoranschlägen fertiggestellt wird. Eine Verdoppelung ist noch das mindeste und es stimmt, keiner wird zur Verantwortung gezogen. Ich frage mich, ob diese Menschen in der Lage sind ihren Job zu machen !
      Ebenfalls schönen Abend ! Manni

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  2. Sehr schöne Fotos 🙂

    Ein weiterer Aspekt von Stuttgart 21 ist, dass egal was das Ding kostet, dieses Geld fehlt, um die Bahn-Infrastruktur in Baden Württemberg überhaupt noch irgendwie zu sanieren und andere Schwachpunkte bzw. Engstellen zu optimieren.

    Wenn man bedenkt, dass bei möglichen 10 Mrd. Euro Baukosten der Schuldenstand der Bahn AG bei ca. 30 Mrd Euro liegt, kann man erahnen, welch Finanzfiasko dieser „DEAL“ ist / war und das damit nichts mehr übrig bleibt, um die Bahn im restlichen Deutschland auf die Zukunft einzustellen.

    Als Bahner, der in und um Stuttgart seit 32 Jahren fährt, bin ich mir sehr sicher, dass der „alte“ Kopfbahnhof – modernisiert – für das 21. Jahrhundert bestes aufgestellt gewesen war. Ein Neubau war nicht notwendig ….

    … ich rede nicht von den Neubaustrecken z.B. nach Ulm oder Flughafen – die sind zeitgemäß und alternativlos.

    Was das Problem der Stadt Stuttgart ist, und vermutlich für weitere 30 Jahre bleibt, ist DER S-Bahn-Tunnel, der völlig am Limit ist und das Nadelöhr bleibt und nur noch durch pausenlose Störungen auffählt, die täglich zwischen 30 Minuten und 2 Stunden variieren.

    Stuttgart fehlt eine echte U-Bahn (wie Berlin, München, London usw.) oder eine zweite S-Bahn-Röhre.
    Das wird aber zu meinen Lebzeiten nicht mehr kommen, da kein Politiker noch mal Mrd Euro in Stuttgart und seinen „undankbaren“ – „Wut“-Bürger 🙂 verblasen will und wird.

    Vorher kommt der Transrapid Stuttgart – Sylt 🙂

    Gefällt 3 Personen

    1. Das kannst du sicherlich alles viel besser beurteilen als ich. Ich verstehe nur nicht wie man sich dermaßen verkalkulieren kann. Wir reden hier von mehr als das doppelte und da können doch manche ihren Job nicht richtig erledigen. Wie geschrieben, du hast täglich damit zu tun und erlebst es hautnah !!

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      1. Besser auskennen …. ich … soweit würde ich nicht gehen.

        Was mir auffällt bei den meisten Großprojekten ist

        1. die Kosten werden bewusst – auch durch gekaufte „Experten“ – klein gerechnet, um die Abstimmung im Senat, Landtag, Bundestag und oder Gemeinderat zu erleichtern.

        2. mit den „echten“ Kosten würden die Projekte nie beim Wähler und in den oben genannten Gremien abgenommen werden

        3. bewusst werden „echte“ Gefahren z.B. Brandschutz, Fluchtwege, Überflutungsgefahren, das Versiegen des Mineralwassers oder das Heben einer ganzen Stadt

        https://de.wikipedia.org/wiki/Hebungsrisse_in_Staufen_im_Breisgau

        ins Reich der Phantasien gewiesen und mit den oben genannten „Experten“ entkräftet.
        Wenns anders kommt, zahlt sich der Steuerzahler dann dumm und dämlich

        4. es werden – durch Ausschreibungen – in erster Linie kleine Tochter-Tochter-Firmen getriggert, die jeden Preis unterbieten, um dann mit der Kohle in den Konkurs zu gehen.
        Dann ist nichts fertig und die Bauruine muss erneut in die Ausschreibung, bei der dann möglicherweise eine „richtige“ Firma einen echten Preis kalkuliert, der dann eben 2 oder 3 Mal so hoch liegt.

        5. man rechnet bewusst falsch gegen, um die Kosten kleinzurechnen.
        a – So hat die Bahn von Fantasiemillionen gesprochen, die NACH S 21 gespart werden – Stichwort Rationalisierung – um die jetzt Baukosten „zu senken“
        Ob diese Gegenfinanzierung jemals kommt, steht in den Sternen.

        b – beim Bau der Landesmesse Stuttgart hat man bei den Kosten und die Frage, ob das Projekt gebaut werden soll, vergessen, die Grundstücke zu kaufen.
        Nach der Genehmigung des Projekts mussten die Grundstücke extra gekauft werden und zählen damit nicht zu den Baukosten.

        6. man rechnet in die Baukosten einfach „private“ Firmen, die wesentliche Kosten übernehmen hinzu und stellt die Restsumme dem Steuerzahler zur Abstimmung.

        Im Fall von Stuttgart S 21 war das z.B. der Flughafen Stuttgart
        Problem: da der Flughafen komplett dem Steuerzahler gehört, wie übrigens auch die DB AG, die als „private“ Firma den Großteil der Baukosten trägt

        … sind die Kosten trotzdem zu 100 % Eigentum des Steuerzahlers bzw. Schulden

        FAZIT: Willst du irgendwas bauen, sag, es kostet nichts (wie in der Urvariante von S 21) und vergiss auf jeden Fall, dass ein Projekt, das über 10 bis 20 Jahre dauert

        DURCH die Inflation

        alles am Ende doppelt so teuer ist, auch wenn keine einzige Befürchtung der Gegner Hand und Fuß hat / hatte.
        Also rechne NIE NIE NIE die Inflation rein !!!

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      2. Also wenn ich diesen Kommentar lese dann behaupte ich dass du dich sehr wohl auskennst, bzw. auch mit solchen Dingen beschäftigtst.
        Ich denke schon dass bei solchen Projekten die Firmen die den Zuschlag erhalten sehr viel Subunternehmer arbeiten die man bei Ausschreibungen in die Knie zwingt, aber wo ist das heute nicht so !
        Jeder Konzern geht so mit seinen Lieferanten um auch z. B. die Automobilindustrie ganz vorne.
        Es ist eine Realität die wir nur ganz schwer ändern könnten !

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  3. Kenne Stuttgart 21 nur von den Medien und welche Probleme es damit gab, aber deine Bilder sind sehr aussagekräftig, Manni und zeigen wie gigantisch dieses hoffentlich am End erfreuliche Projekt ist!
    Liebe Grüße, Hanne

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