Italien – Schaubachhütte 2581 m – Madritschhüttte 2800 m – Schöntaufspitze 3325 m

Sulden / Italien

Eigentlich hatten wir uns für 3 Tage viel vorgenommen ! Einen Gipfel, die Schöntaufspitze 3325 m und einen Hüttenübergang von der Schaubachhütte zur Casadihütte.

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Wir fuhren also früh morgens nach Südtirol in den Bergort „Sulden“ .

Sulden ist ein Bergdorf mit ca. 400 Einwohner im Suldental und liegt auf 1900 m Höhe. Überragt wird der Ort von den imposanten Berge wie der Ortler 3905 m , die Königsspitze 3851 m und der Monte Zebru 3735 m. Also ein Dreigestirn was sich sehen lassen kann und zu den Top Zielen der Alpen gehört.

Sulden ist auch bekannt , weil viele Jahre unsere Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel ihren Sommerurlaub dort verbracht hat.

Um die Mittagszeit angekommen ging es zur unserer Unterkunft die Schaubachhütte. Dort erlebten wir die erste Überraschung ! Die Hütte wurde gerade renoviert und sie öffnete erst offiziell 2 Tage später.

Wir haben dem Hüttenwirt unseren Plan erklärt und durften die 2 Tage als erste Gäste auf der Hütte übernachten. Er hätte uns auch zurückschicken können aber er hatte doch ein „Einsehen“ . Danke dafür !

Wir waren also die einzigsten zwei Gäste und die Hüttenmannschaft. Es wurde mit Hochdruck gearbeitet auf die beginnende Saison . Gegessen haben wir mit dem Personal in der Küche, da der Gastraum noch nicht fertig war (Spaghetti Bolognese ).

Ich kann mich noch gut erinnern ,dass wir die Matratzen noch aus der Plastikfolie auspacken mussten und waren dadurch die ersten die sie benutzten . Die Matratzen kamen am Vormittag mit dem Lastenlift zur Hütte und standen Orginalverpackt auf der Terrasse . In den Waschräumen fehlten noch die Steckdosenabdeckungen und in allen Räumen roch es nach frischer Farbe.

Das Wetter war am Nachmittag perfekt und das wollten wir ausnutzen ! Also gingen wir zur Schöntaufspitze einen 3000er der relativ leicht von der Hütte zu erreichen ist . Die Gehzeit hin und zurück beträgt ca. 4,5 Stunden über die Madritschhütte . Der Aufstieg wurde ein wenig erschwert durch größere Schneefelder . Auf dem Gipfel hatten wir eine tolle Aussicht bis zum Monte Cevedale 3778 m. Diesen Berg hatte ich auch mal auf meiner Planung !

Zurück auf der Schaubachhütte kam die zweite Überraschung ! Ein Gewitter ist aufgezogen und es hat die komplette Nacht durchgeregnet. Am nächsten Morgen war an unser Vorhaben nicht mehr zu denken ! Nebel, Regen einfach das volle Programm. Wir hatten aber nur diesen Tag zur Verfügung da wir am nächsten die Heimreise antreten mussten. Nach Überlegungen haben wir uns entschlossen abzubrechen und nach Hause zu fahren. Zur Casadihütte muss man einen Gletscher überqueren und dies bei schlechtem Wetter trauten wir uns wirklich nicht !

So wurden aus geplanten 3 Tage nur 2 Tage ! Gut den Gipfel hatten wir in der Tasche, aber das Hüttenziel fiel buchstäblich ins Wasser.

Hier oben um die Schaubachhütte sieht man ganz besonders die Schäden durch den Wintertourismus. Es wurden damals weitere Liftanlagen gebaut und Pisten erschlossen. Es ist schon ein komisches Gefühl auf solchen Höhen Planierraupen stehen zu sehen !

Leider ist die Fotoausbeute sehr mager da die Tour in Dias und einem Film festgehalten wurde. Ein paar habe ich aber gefunden und die Fotos abfotografiert

Bei diesem Wetter dachten wir an alles andere aber nicht dass es ein paar Stunden später gewittert und regnet. So spielt das Wetter manchmal seine Kapriolen in der Bergwelt !

Zum vergrößern Fotos anklicken !

Schaubachhütte mit Ortler-Zebru – Königsspitze
Rechts Flanke der Königsspitze
Unser Bergziel die Schöntaufspitze
Monte Cevedale
Nach dem Gipfel auf der Madritschhütte

16 Kommentare zu „Italien – Schaubachhütte 2581 m – Madritschhüttte 2800 m – Schöntaufspitze 3325 m

  1. Extrem schöne Bilder und auch sehr beeindruckend dein Bericht dazu!
    Da hattet ihr wirklich Glück, dass der Hüttenwirt ein Auge zudrückte und euch schon übernachten ließ.
    Liebe Grüße von Hanne und danke fürs teilen!

    Gefällt 1 Person

    1. vielen Dank und ja da hatten wir Glück. Zur damaligen Zeit war das noch nicht so mit Handys ect. Früher hat man sich an die Öffnungszeiten orientiert und ist hingefahren. Heute wäre das einfacher und würde so nicht passieren dass man vor verschlossenen Türen steht.
      Wir brauchten schon ein bisschen Überredungskünste aber er hatte dann doch ein Einsehen und eine wirkliche Belastung waren wir ja zu zweit auch nicht. Zwei Teller mehr zu kochen war ja auch kein Thema !
      Ein Erlebnis das mir natürlich auch in Erinnerung blieb und deshalb habe ich das auch veröffentlicht !

      Gefällt 2 Personen

  2. Ein sehr interessanter Bericht. Dafür, dass du die Fotos abfotografiert hast, sind sie sehr gut. Außerdem geht’s ja darum, deinen Beitrag zu illustrieren mit den passenden Fotos. Schon unglaublich, wie schnell sich das Wetter ändert. Sicherheit geht vor.
    Liebe Grüße, Sigrid

    Gefällt 1 Person

    1. ja in den Bergen kann das Wetter wirklich sehr schnell umschlagen ! An dem Tag als wir angereist sind hatten wir dieses Wetter und Abends kam dann das Gewitter und Regen. So schnell kann das gehen ! Es waren auch keine Leute auf der Hütte wo wir uns vielleicht anschließen konnten und somit war unsere Entscheidung die richtige ! Ferner will man bei einer Bergtour an was sehen und nicht im Regen und Nebel laufen !

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    1. so ist das in den Bergen. Man nimmt sich viel vor und das Wetter macht einem einen Strich durch die Rechnung.
      Ist mir aber im Laufe der Jahre sehr wenig passiert und ich habe in der Regel immer Glück gehabt !
      Ja die Renovierung war eigentlich abgeschlossen bis auf Kleinigkeiten.
      Die haben an diesem Wochenende geputzt und eingeräumt. Sah schon noch ein bisschen aus wie eine Baustelle !

      Gefällt 1 Person

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